Markenlexikon

Fujitsu

Japan

Die Furukawa Mining Company und der deutsche Elektrokonzern Siemens (jap. Jiimensu gesprochen) gründeten 1923 das Jointventure Fuji Electric Company – die beiden Worte »Furukuwa« und »Jiimensu« ergaben den Firmennamen Fuji Denki Seizo (Fuji Electric Company). Das Unternehmen produzierte zunächst Elektromotoren, Ventilatoren und ab 1935 Telefone und Telefonanlagen. Für diesen Bereich wurde die Tochtergesellschaft Fujitsu gegründet. Fujitsu ist ein Akronym aus »Fuji« und »Tsushinki«, was auf japanisch Telekommunikations-Equipment bedeutet. 1945 musste sich Siemens jedoch aus Japan zurückziehen, sodass Fujitsu in den alleinigen Besitz der Fuji Electric Company überging. 1951 begann Fujitsu als eines der ersten japanischen Unternehmen Computer zu entwickeln. 1954 kam der erste kommerzielle Computer Japans, der Facom 100, auf den Markt. 1960 stieg Fujitsu in die Massenproduktion von Transistoren ein; heute ist der Konzern einer der weltweit führenden Halbleiterhersteller. 1967 wurden Fuji Electric und Fujitsu voneinander getrennt und als selbstständige Unternehmen weitergeführt. Seit 1981 produziert Fujitsu auch Personal-Computer. 1999 fassten Fujitsu und Siemens ihre Computeraktivitäten in dem Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu-Siemens Computers zusammen und schufen damit den größten europäischen Computerhersteller mit Standorten und Werken in Maarssen (Niederlande), München (Bayern), Augsburg (Bayern), Paderborn (Nordrhein-Westfalen), Sömmerda (Thüringen) und Sunnyvale/California (USA). Infolge der Dollar-Schwäche und des scharfen Preisverfalls verkaufte Siemens Ende 2008 seinen 50-prozentigen Anteil an dem Jointventure an Fujitsu.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:51