Markenlexikon

Fujifilm

Japan

Das japanische Wahrzeichen, der 3776 Meter hohe Vulkan Fujiyama hundert Kilometer südwestlich von Tokyo, hat japanische Unternehmer immer wieder dazu animiert, ihre Firmen danach zu benennen. Eines der bekanntesten Unternehmen, das seinen Namen diesem Berg verdankt, ist die Fuji Photo Film Company, die ihre Ursprünge auf die 1919 gegründete Dainippon Celluloid Company (Daicel) zurückführen kann. Zelluloid, ein aus Dinitrozellulose und Kampfer hergestellter durchsichtiger, elastischer und verformbarer Kunststoff, den der Amerikaner John Wesley Hyatt 1869 entwickelt hatte, wurde zur Herstellung von Dosen, Spielzeug, Kämmen, Schmuck, Sicherheitsglas, Elfenbeinersatz und ab 1890 auch als Trägermaterial für Rollfilme eingesetzt. Den für die Filmproduktion zuständigen Bereich trennte Daicel 1934 unter dem Namen Fuji Photo Film Company Limited ab. Das neue Unternehmen produzierte zunächst Filmmaterial für Fotoapparate und Filmkameras, Röntgenfilme, optisches Glas, Kameras und Kameralinsen, später auch Magnetbänder, Foto- und Druckerpapier, Kopierer, Scanner und Fotosatzbelichter. 1962 gründeten Fuji und Rank-Xerox (Großbritannien) das Jointventure Fuji-Xerox, das die Xerox-Kopierer in Japan verkaufte; seit 2001 befindet sich Fuji-Xerox mehrheitlich im Besitz von Fujifilm. 1988 brachte Fujifilm die erste Kamera der Welt auf den Markt, die statt Disketten austauschbare Speicherkarten vertwendete (DS-1 P). Die Fotos wurden zwar digital aufgenommen, aber noch in analoger Form als farbige Video-Standbilder auf der Karte gespeichert. 1991 folgte die erste echte Digitalkamera (Fujix DS-100), die die Bilddaten im JPEG-Format speicherte. Im Oktober 2006 wurde die Fuji Photo Film Company Limited in eine Holdinggesellschaft (Fujifilm Holdings Corporation) umgewandelt; Fuji Photo Film firmiert nun als Fujifilm Corporation.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:51