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Spanien

In Spanien wird schon seit Menschengedenken Wein angebaut; bereits die Phönizier tranken Wein von der iberischen Halbinsel, später die Griechen und Römer. Eines der wichtigsten Anbaugebiete war von Anbeginn die katalonische Region Penedès zwischen Barcelona und Tarragona. Im 13. Jahrhundert ließ sich hier eine Familie Ferrer nieder. Ihren Landsitz nannte sie nach den Bäumen, die das Anwesen umgaben, »La Freixeneda« (katal. Eschenhain). 1914 begann Pedro Ferrer Bosch, der damalige Besitzer von »La Freixeneda«, der kurz zuvor Dolores Sala Vivé, die Erbin eines Weinhandelshauses aus Sant Sadurni d'Anoia geheiratet hatte, mit der Herstellung von Schaumwein nach französischem Vorbild. Während des Spanischen Bürgerkriegs (1936 – 1939) wurden Pedro Ferrer und sein ältester Sohn jedoch entführt und später getötet. Seine Witwe führte das Unternehmen bis 1979 alleine weiter. 1986, als Spanien der Europäischen Gemeinschaft beitrat, mussten sich die spanischen Hersteller ein neuen Namen für ihre Schaumweine einfallen lassen, weil die bis dahin verwendeten Begriffe Xampàn (katal.) oder Champán (span.) zur sehr an Champagner erinnerten (diesen Namen dürfen nur Schaumweine aus der französischen Region Champagne tragen). Daher führte man die neue Bezeichnung Cava (span. Weinkeller) ein. Heute ist Freixenet der größte Cava-Erzeuger Spaniens. Der Firma aus Sant Sadurni d'Anoia gehören mehrere Kellereien und Weingüter in Penedès, Reims (Frankreich), Mexiko und China. 1995 brachte die Eckes-Gruppe (Chantré, Granini, Hohes C, Mariacron) die Marke auch nach Deutschland. 2018 beteiligte sich der deutsche Sekthersteller Henkell-& Co. aus Wiesbaden, der selbst zur Oetker-Gruppe gehört, mit 50,67 Prozent an der Freixenet S.A.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:51