Markenlexikon

Fendi

Italien

Adele Casagrande (1897 – 1978) eröffnete 1918 im Zentrum von Rom ein kleines Lederwaren- und Pelzgeschäft, wo sie selbsthergestellte Handschuhe, Taschen und Pelze verkaufte. 1925 heiratete sie Edoardo Fendi (1904 – 1960), sodass der Laden nun diesen Namen bekam. 1932 eröffnete Fendi einen zweiten größeren Laden in Rom und bald wurde der Name Fendi dank der guten Qualität der handgefertigten Lederwaren und Pelze über die Grenzen Roms hinaus bekannt. 1964 ging das Unternehmen in Besitz der fünf Fendi-Töchter Paola, Anna, Franca, Carla und Alda über. 1965 begann die langjährige Zusammenarbeit mit dem deutschen Modeschöpfer Karl Lagerfeld, die bis heute andauert. Lagerfeld entwarf auch das bekannte FF-Firmenlogo. Ende der 1960er Jahre startete Fendi seine Expansion auf den japanischen und den US-Markt. Gleichzeitig gab es die erste Ready-to-wear-Kollektion für Pelzmode. 1977 folgte eine Damen-Modekollektion, für die Karl Lagerfeld verantwortlich zeichnete, während die jugendliche Zweitkollektion Fendissime (1987 – 2001) von Silvia Fendi, der Tochter von Anna Fendi, stammte. Sie ist außerdem Co-Designern der Damenlinie sowie Chefdesignerin der Lederwaren, der Accessoires und der 1990 lancierten Herrenmode-Kollektion. Ab den 1980er Jahren wurden unter dem Namen Fendi auch Brillen, Feuerzeuge, Parfums, Uhren, Schreibgeräte, Heimartikel und Möbel vermarktet, die meist von Fremdfirmen stammen. 1999 verkauften die Fendi-Schwestern 51 Prozent des Unternehmens an den französische Luxusgüterkonzern LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton sowie an das italienische Modeunternehmen Prada. 2002 erwarb LVMH zunächst die Prada-Anteile und bis 2007 auch die restlichen Anteile der Fendi-Familie. Das bekannte FF-Markenzeichen prangt heute auf vielen Produkten, u.a. auf Handtaschen, Reisegepäck, Geldbörsen, Brieftaschen, Gürtel, Schuhen, Krawatten, Schals, Brillen und Uhren. Fendi betreibt weltweit über hundert luxuriöse Boutiquen, u.a. in Rom, Paris, London, New York, Tokyo, Moskau, Hongkong, Beverly Hills, Dubai, Shanghai und Honolulu.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:51