Markenlexikon

Dr. Best

Deutschland

Der Odol-Hersteller Lingner aus Düsseldorf produzierte seit 1953 auch Zahnbürsten. Allerdings war man damit keineswegs so erfolgreich wie Konkurrent Blendax aus Mainz. Ähnlich sah es mit dem in die Jahre gekommenen Klassiker Odol aus. Mitte der 1980er Jahre machte man sich in der Geschäftsführung daher tiefergehende Gedanken um eine Neuausrichtung des Unternehmens, das seit 1974 zum britischen Pharmahersteller Beecham (ab 1989 SmithKline-Beecham, ab 2000 GlaxoSmithkline) gehörte und als Lingner + Fischer (Bühl/Baden) firmierte. Zuerst wurde die Klebstoffmarke Uhu in eine eigenständige GmbH ausgegliedert (und 1990 ganz verkauft), dann führte man 1988 die Marke Dr. Best ein und 1989 folgte Odol Med 3, die erste deutsche Zahncreme mit Dreifach-Prophylaxe gegen Karies, Paradontose und Zahnstein. Auf den Namen Dr. Best kam der Amerikaner Charles Greene, damals Creative Director der deutschen Niederlassung der US-Werbeagentur Grey. Sein Bruder hatte gerade die Tochter des Zahnarztes Dr. Earl James Best (1924 – 2002) aus Chicago geheiratet. Den damals 64-jährigen Universitätsprofessor und Leiter einer Zahnklinik machte man dann auch gleich noch zur Werbefigur und ließ ihn die neuartigen Zahnbürsten mit Schwingkopf und rutschfestem Griff regelmäßig im TV anpreisen (Dr. Best Plus Flex). Im Ausland werden die Dr. Best-Zahnbürsten von GlaxoSmithKline (Abtei, Cetebe, Contac, Odol, Panadol, Sensoydyne, Tagamed, Zovirax) teilweise unter dem Markennamen Aquafresh verkauft.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:50