Markenlexikon

DKNY (Donna Karan New York)

USA

Donna Ivy Faske (* 1948), Tochter eines Herrenausstatters und eines Models, war zunächst freie und dann festangestellte Designerin bei der Modemacherin Anne Klein. Nach deren Tod 1974 wurde sie Chef-Designerin des Hauses. Durch die Heirat mit dem Boutique-Besitzer Mark Karan, kam sie 1973 zu ihrem Namen Donna Karan. Mit finanzieller Unterstützung des damaligen Anne-Klein-Eigentümers, dem japanischen Textilkonzern Takihyo, machte sie sich 1984 zusammen mit ihrem zweiten Mann, dem Bildhauer Stephan Weiss, in New York selbstständig. Eigentlich hatte sie den Schritt in die Selbstständigkeit gar nicht wagen wollen, doch Takihyo-Chef Frank Mori schmiss sie kurzerhand raus und erleichterte damit ihre Entscheidung. 1985 kam ihre erste Damenkollektion heraus. Die Mode von Donna Karan lässt sich am ehesten mit schlicht, funktional, dezent und edel beschreiben, gemacht für Karriere- und Businessfrauen. Inspiriert von ihrer Tochter Gabby (Gabrielle), folgte 1989 die jugendlichere Linie DKNY (Donna Karan New York), 1990 DKNY Jeans und 1992 gab es erstmals eine Kollektion für Männer (DKNY Men). 1996 ging das Unternehmen, das in vielen Weltmetropolen eigene Geschäfte betreibt (u.a. in New York, London, Tokyo, Las Vegas, Singapur, Dubai, Hong Kong), an die New Yorker Börse. 2001 verkaufte Donna Karan ihr Unternehmen an den französischen Luxusgüterkonzern LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton S.A. Im gleichen Jahr verstarb ihr Mann im Alter von 62 Jahren an Lungenkrebs. Unter dem Markennamen DKNY werden auch eine ganze Reihe von weiteren Produkten wie Parfums (seit 1992), Uhren, Schmuck (seit 1985), Brillen (seit 1989), Schuhe (seit 1992) und Möbel vermarktet.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:50