Markenlexikon

Daihatsu

Japan

Die 1907 von Yoshiaki Yasunaga, Masahiro Tsurumi, Hiroyasu Oko, Masashi Kuwabara und Zenjiro Takeuchi in Osaka gegründete Firma Osaka Hatsudoki Seizo Kabushiki Kaisha (Osaka Motorenwerke Aktiengesellschaft) produzierte zunächst Industriemotoren und ab 1919 auch dreirädrige Transporter. 1951 wurde das Unternehmen in Daihatsu Kogyo Kabushiki Kaisha (Daihatsu Industrie Aktiengesellschaft) umbenannt, wobei »Dai« für Dai-Osaka (Groß-Osaka) steht und »Hatsudoki« soviel wie »Maschine« oder »Motor« bedeutet. Zur gleichen Zeit kam der erste Pkw – ebenfalls mit drei Rädern – auf den Markt. Der erste vierrädrige Personenwagen war 1964 der Daihatsu Comagno Berlina. Das Unternehmen, das seit 1974 als Daihatsu Motor Company firmiert, stellt heute neben Transportern, Klein- und Kompaktwagen auch größere Limousinen, Geländewagen und Minivans her. Nach Deutschland kamen die ersten Daihatsu-Modelle 1977 über Privatimporteure, ab 1989 übernahm die Daihatsu Deutschland GmbH den Vertrieb. Ende 2012 zog sich Daihatsu jedoch vollständig vom europäischen Markt zurück. Hintergrund für diesen Schritt war die Tatsache, dass Daihatsu – anders als viele andere japanische Autohersteller – nicht in Europa produzierte und damit stark vom Yen-Kurs abhängig war. Gerade im margenschwachen Kleinwagenbereich können die Fahrzeuge daher nur teurer als die japanischen Konkurrenzmodelle oder aber mit zu geringen Margen angeboten werden. Seit 1967 gehört Daihatsu mehrheitlich zu Toyota.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:50