Markenlexikon

Chloé

Frankreich

Die in Ägypten geborene Schneiderin Gaby Aghion und der Unternehmer Jacques Lenoir gründete 1952 in Paris das Modehaus Chloé (griech. die Grünende). Die Marke machte sich ab 1956 mit Ready-to-wear (Prêt-à-porter)-Kollektionen einen Namen, die sich von der steifen Haute-Couture-Mode wie der Tag von der Nacht unterschieden. Romantische, jugendliche Kleider aus luftigen und fließenden Stoffen machten das neue Label schnell international bekannt. 1963 wurde der deutsche Mode-Designer Karl Lagerfeld für die nächsten zwanzig Jahre künstlerischer Direktor bei Chloé. In dieser Zeit gehörten u.a. Jackie Kennedy, Brigitte Bardot, Maria Callas und Grace Kelly zu den Kunden des Hauses. 1974 kam das Parfum Chloé auf den Markt, das neben Narcisse (1992) heute zu den wichtigsten Produkten der Firma gehört. 1992 kehrte Karl Lagerfeld, der inzwischen ein eigenes Label besaß und auch für Chanel tätig war, noch einmal als kreativer Kopf zu Chloé zurück, nachdem Guy Paulin (ab 1983) und Martine Sitbon (ab 1987) nicht an die Erfolge der Lagerfeld-Ära hatten anknüpfen können. Nachfolger des deutschen Modemachers wurde 1997 Stella McCartney, die damals 24-jährige Tochter des Musikers und Ex-Beatle Paul McCartney. 2001 folgte ihr die britische Designerin Phoebe Philo. Seit 1985 gehört Chloé zur Schweizer Finanzholding Compagnie Financière Richemont (Cartier, Dunhill, Montblanc, Van Cleef & Arpels). Chloé-Boutiquen gibt es in Paris, New York, London, Monaco, Kuwait, Hongkong, Taipeh, Tokyo und Osaka. Die Parfums werden von Coty hergestellt.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:50