Markenlexikon

Braun

Deutschland

Die 1921 von dem Ingenieur Max Braun (1890 – 1951) in Frankfurt am Main gegründete Firma produzierte zunächst Zubehör für die Radio-Industrie (Kraftverstärker, Röhrensockel, Skalenscheiben, Sperrkreise, Stecker, Transformatoren, Walzendetektoren), ab 1929 auch komplette Radiogeräte und ab 1932 Radio-Plattenspieler-Kombinationen. 1950 kam der erste Elektrorasierer von Braun auf den Markt (S-50) sowie das Küchengerät Multimix. Elektrische Rasierapparate, Haarpflege- und Haushaltsgeräte (Bügeleisen, Küchenmaschinen, Kaffeemaschinen, Toaster, Wasserkocher), sowie elektrische Mundpflegegeräte sind bis heute die Hauptprodukte der Firma. Zwischenzeitlich wurden auch Blitzgeräte, Fernsehgeräte, Feuerzeuge, Heizlüfter, Taschenlampen und Tischwecker hergestellt. Nach dem Tod des Firmengründers übernahmen seine Söhne Artur und Erwin Braun das Unternehmen. Unter ihrer Leitung widmete sich Braun verstärkt dem Design der Geräte. Ein firmeneigenes Design-Studio wurde ins Leben gerufen, wo namhafte Designer, Grafiker und Architekten wie Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher, Fritz Eichler, Hans Gugelot, Herbert Hirche, Dieter Rams, Wolfgang Schmittel, Albrecht Schultz und Wilhelm Wagenfeld das vom Bauhaus-Stil beeinflusste Design der Braun-Geräte entwarfen. 1958 nahm das New Yorker Museum of Modern Art mehrere Braun-Geräte in seine ständige Sammlung auf.

1967 ging das Unternehmen, das zwei Jahre zuvor seinen Hauptsitz nach Kronberg im Taunus verlegt hatte, in den Besitz des US-Rasiergeräte-Herstellers Gillette über, der 1984 auch den kalifornischen Zahnbürsten-Hersteller Oral-B Laboratories übernahm. Seit 1991 werden beide Marken gemeinsam verwendet, Braun als Hersteller von elektrischen Zahnbürsten und Oral-B als Hersteller der Bürstenaufsätze. Der Bereich Fototechnik wurde 1981 an Bosch verkauft, die Produktion der HiFi-Anlagen 1990 eingestellt. Infolge des Zusammenschlusses von Proctor & Gamble und Gillette (2005), gehören die Firmen Braun und Oral-B nun zu P&G (Ariel, Lenor, Pampers, Pringles, Wick).

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:49