Markenlexikon

Best Western

USA

In den 1920er und 1930er Jahre, als der Autoverkehr in den USA stark zunahm, entstanden an den Fernstraßen zahlreiche Motels (Motor + Hotel), wo Autofahrer essen und bei Bedarf auch übernachten konnten. Diese Raststätten waren relativ klein, einfach ausgestattet und daher recht preiswert. Oft gaben die Besitzer ihren Kunden auch Empfehlungen für andere Motels, die ihnen nicht selbst gehörten. Aus dieser Idee, sich gegenseitig Kunden zu empfehlen, entstand 1946 unter Führung des Motel-Betreibers Merrill Guertin in Long Beach/California eine Organisation, die das Ziel hatte, die 67 angeschlossenen Motels unter einem Namen zu vermarktet und so einen größeren Bekanntheitsgrad zu erreichen. Der Name Best Western stand anfangs für die Standorte der Motels in den westlichen Bundesstaaten der USA. 1963 gehörten der Best-Western-Organisation 699 Motels mit 35.201 Zimmern an. 1964 entstand für die östlichen Bundesstaaten eine eigene Organisation, die sich zunächst Best Eastern nannte. 1966 wurden beide Ketten unter dem Namen Best Western zusammengefasst, der Firmensitz nach Phoenix/Arizona verlegt und die ersten Hotels außerhalb der USA in die Organisation aufgenommen (1964 Kanada; 1976 Mexiko, Australien, Neuseeland; 1978 Europa). Zur Jahrtausendwende gehörten über viertausend Hotels in 85 Ländern zur Best-Western-Organisation. Best Western ist bis heute eine Non-Profit-Organisation. Die angeschlossenen Hotels bleiben weiter selbstständig, sie müssen lediglich einige Mindeststandards einhalten und den Namen Best Western führen (häufig in Zusammenhang mit dem ursprünglichen Hotelnamen). Die Verträge mit Best Western können jährlich gekündigt werden. Best Western ist mit über 4.000 angeschlossenen Hotels in über 80 Ländern die größte Hotelkette der Welt.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:49