Markenlexikon

Bang & Olufsen

Dänemark

Das 1925 von den beiden Ingenieuren Peter Boas Bang (1900 – 1957) und Svend Andreas Grøn Olufsen (1897 – 1949) in Quistrup gegründete Unternehmen stellte zunächst Zubhör für Radiogeräte, Radiogeräte (u.a. 1938 der erste vollständig aus Bakelit gepresste Beolit 39), Lautsprecher, Verstärker und Grammophone her, ab auch 1950 Fernsehgeräte. 1925 zog die Firma in eine neue Fabrik nach Struer um. 1967 brachte B&O mit dem Beomaster das erste europäische HiFi-Komponentensystem auf den Markt. 1972 folgte der Beogram 4000, der weltweit erste Plattenspieler mit elektronisch angetriebenen tangentialen Tonarm. Bei dieser Technik wird der Tonarm mit der Abtastnadel in radialer Richtung vom Plattenrand zur Plattenmitte geführt. Dadurch werden unerwünschte Klangverzerrungen verhindert, wie sie beim abgewinkelten Drehtonarm auftreten. Bang & Olufsen wurde jedoch vor allem durch einfache Bedienbarkeit der Geräte (alle Teile einer Anlage, auch ältere und Geräte von anderen Herstellern, können mit einer Fernbedienung gesteuert werden) und durch das ausgefallene Design bekannt, das sich zeitweise am Bauhaus-Stil orientierte. Die Entwürfe stammten von bekannten Industrie-Designern wie Sigvard Bernadotte, Jacob Jensen (1967 – 1981) und David Lewis (ab 1981). In den letzten 30 Jahren erhielt Bang & Olufsen über 100 Design-Preise und der mehrere Geräte wurden sogar in die Sammlung des New Yorker »Museum of Modern Art«, des weltgrößten Museums für moderne Kunst, aufgenommen (Beogram 4000, Beomaster 1200 und 3000, Beolit 400, Beosystem 6000, Beolab 6000). Soundysteme von B&O kommen auch in Oberklassefahrzeugen von Audi, Aston-Martin, Bentley, BMW, Lamborghini und Mercedes-Benz zum Einsatz. 2016 erwarb der chinesische Unternehmer Qi Jianhong (Sparkle Roll Group Hong Kong, Sparkle Roll Holdings Hong Kong) 13,1 Prozent an der Bang & Olufsen A/S, was ihn dort zum größten Einzelaktionär machte. Verkäufer der Anteile war die Fondsgesellschaft Delta-Lloyd. Die TV-Geräte von Bang & Olufsen werden inzwischen bei LG Electronics in Südkorea gefertigt.

Text: Toralf Czartowski

Bang & Olufsen Logo
Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:49