Markenlexikon

Bärenmarke

Deutschland

Normalerweise bringt man Milch mit Kühen oder eventuell noch Schafen in Verbindung, was Markenzeichen wie Elsie – The Cow, die lila Milka-Kuh oder Bunte Berte belegen. Dass in diesem Fall ein Teddybär als Markenzeichen und Namensgeber herhalten musste, lag daran, dass die Herstellerfirma, die 1892 gegründete Berneralpen Milchgesellschaft, ihren Sitz in Bern hatte, und das Wappentier der Stadt und des Kantons Bern ist ein Braunbär. 1905 expandierte das Unternehmen mit einem Zweigwerk auch nach Deutschland (Biessenhofen/Bayern). 1912 kam die Bärenmarke-Kondensmilch auf den Markt. In vielen anderen Ländern der Welt wird sie unter dem Markennamen Bearbrand verkauft. 1917 entstand aus dem deutschen Zweigwerk ein eigenständiges Unternehmen, die Alpursa AG mit Hauptsitz in München (ab 1931 Allgäuer Alpenmilch AG). Die 1926 gegründete Ursina S.A., in der die Auslandsgesellschaften der Berneralpen Milchgesellschaft zusammengefasst waren, schloss sich 1971 mit der Interfranck Holding AG (Unifranck; Thomy, Caro-Landkaffee) zur Ursina-Franck AG (Bern) zusammen. 1973 wurde Ursina-Franck von der Nestlé Alimentana AG übernommen. Da vor allem jüngere Leute immer seltener Kaffee mit Kondensmilch trinken, und Bärenmarke daher nicht mehr zu den umsatzträchtigeren globalen Marken von Nestlé passte, wurde die Allgäuer Alpenmilch GmbH mit Milchwerken in Lüneburg (Schleswig-Holstein) und Polling-Weiding (Bayern) sowie den Marken Glücksklee, Lünebest und Bärenmarke 2003 an die Hochwald Nahrungsmittel-Werke GmbH (Thalfang/Rheinland-Pfalz) verkauft. 2008 verlagerte Hochwald die Bärenmarke-Produktion aus dem noch immer zu Nestlé gehörenden Werk Biessenhofen in eine eigenes Werk nach Mühldorf am Inn.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:49