Markenlexikon

Babybel

Frankreich

Jules Bel begann 1865 in Orgelet an der französisch-schweizerischen Grenze, in der Nähe von Genf, mit der Käseherstellung. 1897 gründeten seine Söhne Henri und Léon Bel die Firma Bel Fréres. Der Zeichner Benjamin Rabier ließ sich 1921 für einen neuen Schmelzkäse das bekannte Markenzeichen »La Vache qui Rit« (frz. »Die lachende Kuh«) einfallen, das noch heute auf verschiedenen Käse-Verpackungen abgebildet ist (Apéricube, Belcube, Cheese & Fun, PartyCubes). Richtig bekannt wurde das Unternehmen jedoch erst 1952 mit dem Babybel, einem halbfesten, milden Schnittkäse in einer Hülle aus rotem Wachs. Vor allem der ungewöhnliche Name hatte es den Käufern angetan. Ein Käse der Babybel heißt, musste schon etwas Besonderes sein. Bis dahin klangen Käsenamen eher französisch, wie Le Tartare, Géramont, Chaumes oder Saint Albray. Das Unternehmen gründete in vielen Ländern Niederlassungen und Tochtergesellschaften (u.a. 1929 Großbritannien; 1933 Belgien; 1959 in Deutschland; 1970 USA; 1989 Ägypten; 2001 Algerien; 2002 Griechenland, Tunesien; 2005 Japan), sodass Babybel bald zu einer der bekanntesten Käsemarken der Welt avancierte. Zeitweise gehörte Babybel auch zur Bordverpflegung auf Transatlantikflügen. 1977 kam die Miniaturausführung des Babybel auf den Markt. Das Unternehmen stellt heute in über 20 Käsereien Marken wie Bonbel (seit 1947), Apéricube (seit 1960), Kiri (seit 1966) und Mini Bonbel (seit 1990) her, außerdem erwarb die Groupe Bel zahlreiche Käsehersteller, u.a. Adler aus Deutschland (1989) und Leerdamer aus den Niederlanden (2002). Die Marke Babybel gibt es über 70 Ländern auf fünf Kontinenten. Seit 1998 werden neben den roten Klassikern (Babybel, Mini Babybel) auch weitere Varianten angeboten (u.a. Mini Babybel Emmentaler, Mini Babybel Light, Mini Babybel Cheddar, Mini Babybel Gouda, Mini Babybel Tomate Basilic, Mini Babybel Gouda, Mini Babybel Mini Caractère).

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:49