Markenlexikon

Airbus

Frankreich
Deutschland
Großbritannien
Spanien

Bis zum Ende des 2. Weltkriegs war die deutsche Luftfahrtindustrie führend in der Welt. Aus Deutschland kamen Luftfahrtpioniere und Konstrukteure wie Graf Ferdinand von Zeppelin, Hugo Junkers, Willy Messerschmitt, Claude Dornier, Heinrich Focke, Georg Wulf, Ernst Heinrich Heinkel und Wernher von Braun, der Entwickler der ersten funktionsfähigen Großrakete der Welt. Junkers in Dessau baute 1915 das erste Ganzmetallflugzeug der Welt (J 1), die Junkers F 13 eröffnete 1919 die zivile Luftfahrt in Deutschland und die dreimotorige Junkers Ju 52/3m (Tante Ju) avancierte ab 1932 zum meistgebauten und exportierten deutschen Verkehrsflugzeug. Dornier in Friedrichshafen machte sich einen Namen mit Flugbooten, u.a. mit dem viermotorigen Verkehrsflugboot Dornier Do J Wal (1922), das auf vielen internationalen Strecken zum Einsatz kam, und dem größten Flugboot der Welt, der von zwölf Motoren angetriebenen 40 Meter langen Do X (1929). Aus den Heinkel-Werken in Warnemünde kamen die zeitweise schnellste Verkehrsmaschine der Welt (He 70 Blitz; 1932), die He 111 (1935), der Standardbomber der Deutschen Luftwaffe, das erste eigenstartfähige Raketenflugzeug (He 176; 1939), das erste Turbinenluftstrahl-Flugzeug der Welt (He 178; 1939) und der erste Schleudersitz (1941). Die Messerschmitt-Werke in Augsburg und Regensburg sorgten mit dem ersten Strahljäger der Luftfahrtgeschichte (Me-262; 1942) für Furore, außerdem produzierten sie das meistgebaute Jagdflugzeug des 2. Weltkriegs (Bf 109/Me-109). Die Focke-Wulf-Flugzeugwerke in Bremen bauten u.a. das viermotorige Langstreckenverkehrsflugzeug Focke-Wulf Fw 200 Condor (1937), das mit 26 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern nonstop von Berlin nach New York fliegen konnte, das Jagdflugzeug Fw 190 Würger (1939), das neben der Me 109 zu den Standard-Jägern der Luftwaffe gehörte, und die Focke-Wulf Fw 44 Stieglitz (1932), das Standard-Schulflugzeug für die Ausbildung der Jagdflieger der Luftwaffe.

Nach dem Ende des Krieges war es mit der fliegerischen Herrlichkeit jedoch erst einmal vorbei – die Alliierten verboten Deutschland weiterhin motorbetriebene Flugzeuge zu bauen. Zudem waren die meisten Werke ohnehin zerstört. Die deutschen Flugzeughersteller mussten sich bis Mitte der 1950er Jahren mit allerlei anderen Produkten wie Automotoren, Mopeds, Motorrollern, Kabinenrollern, Nähmaschinen, Bügeleisen, Fertighäusern, Textilmaschinen oder Segelflugzeugen über Wasser halten.

Dieser Vorteil kam US-Unternehmen wie Boeing, Convair, Douglas Aircraft (später McDonnell-Douglas) und Lockheed zugute, die in den 1950er Jahren mit ihren modernen, strahlgetriebenen Großraumjets die westliche Welt eroberten, während in den kommunistisch geprägten Staaten sowjetische Hersteller wie Antonov, Ilyuschin, Yakovlev und Tupolev ein Monopol errichteten. Zwar entstanden auch in Westeuropa einige Verkehrsflugzeuge, vor allem in Großbritannien und Frankreich, u.a. die De Havilland DH-106 Comet (1949 – 1964), das erste strahlgetriebene Verkehrsflugzeug der Welt, die Bristol 175 Britannia (1952 – 1959), die Sud Aviation Caravelle (1955 – 1973), die Hawker-Siddeley HS121 Trident (1962 – 1975), die British Aicraft BAC One-Eleven (1963 – 1980) und das französisch-britische Überschallverkehrsflugzeug Aérospatiale/British Aircraft Concorde (1969 – 1979). Die Stückzahlen blieben aber eher bescheiden.

Ab 1956 durften deutsche Firmen wieder motorbetriebene Flugzeuge bauen. Die ersten Projekte waren meist Nachbauten ausländischer Militärflugzeuge wie die US-amerikanische Lockheed F-104G Starfighter (1961 – 1979), die als universelles NATO-Standardflugzeug ausgewählt worden war, oder der italienische Strahltrainer Fiat G.91 (1961 – 1966). Daneben verwirklichten die deutschen Unternehmen bald auch eigene Projekte – meist in Form von Jointventures: das einmotorige STOL-Mehrzweckflugzeug Dornier Do 27 (1955 – 1965), das militärische Transportflugzeug Transall C-160 (1959 – 1985), die experimentellen Senkrechtstarter VJ-101 (1959 – 1968) und VFW-Fokker VAK 191B (1961 – 1972), das senkrechtstartende Transportflugzeug Dornier Do 31 (1959 – 1970; keine Serienfertigung), das Mehrzweck-Kampfflugzeug Panavia Tornado (1969 – 1993), den Strahltrainer Alpha Jet (1969 – 1984) und das zweistrahlige Kurzstrecken-Verkehrsflugzeug VFW-Fokker 614 (1971 – 1978). Da die Entwickjlungskosten neuer Flugzeugmodelle von einzelnen Unternehmen nicht zu finanzieren war, schlossen sich die deutschen Flugzeughersteller nach und nach zu immer größeren Organisationen zusammen: EWR Entwicklungsring Süd (Heinkel, Messerschmitt, Bölkow), Flugzeug Union Süd (Messerschmitt, Heinkel, Junkers), VFW Vereinigte Flugtechnische Werke (Focke-Wulf, Weser Flugzeugbau, Heinkel), ERNO Entwicklungsring Nord/ERNO Raumfahrttechnik (VFW, Blohm & Voss/HFB Hamburger Flugzeugbau), Messerschmitt/Flugzeug-Union Süd, Bölkow/SIAT-Siebelwerke, Messerschmitt-Bölkow und 1969 entstand schließlich der Luft- und Raumfahrtkonzern Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB), der 1981 auch noch VFW schluckte.

Um der Übermacht US-amerikanischer Flugzeughersteller begegnen zu können, beschlossen die Regierungen von Frankreich, Deutschland und Großbritannien Mitte der 1960er Jahre, ein eigenes ziviles Verkehrsflugzeug zu entwickeln. 1965 fanden die ersten Gespräche zwischen Ludwig Bölkow (1912 – 2003), dem früheren Entwicklungleiter der Messerschmitt AG und Inhaber des 1948 gegründeten Hubschrauber-Herstellers Bölkow GmbH, und Vertretern von Sud Aviation aus Toulouse (Frankreich) statt. Die britische Regierung zog sich jedoch schon kurz darauf wieder aus dem Projekt zurück. 1965 wurde in München die Arbeitsgemeinschaft Airbus durch die Flugzeughersteller Messerschmitt AG (Augsburg), Bölkow GmbH (Ottobrunn), Dornier Werke GmbH (Immenstaad/Bodensee), Blohm & Voss/Hamburger Flugzeugbau GmbH (HFB), SIAT Siebelwerke Allgemeine Transportanlagen GmbH (Donauwörth) und VFW Vereinigte Flugtechnische Werke GmbH (Bremen) gegründet – 1967 entstand daraus die Deutsche Airbus GmbH München (Messerschmitt: 60 Prozent, Dornier: 20 Prozent, VFW-Fokker: 20 Prozent).

1969 begann die Entwicklung des Mittel- und Langstrecken-Verkehrsflugzeugs Airbus A300. Als Ausgangsbasis dienten mehrere Design-Studien, die seit 1965 von der britisch-französischen HBN Group (Hawker-Siddeley, Bréguet, Nord Aviation) in Hatfield entwickelt worden waren. Im Dezember 1970 entstand in Paris die Dachorganisation Airbus Industrie GIE (Groupement d'intérêts économiques) – beteiligt waren zunächst die staatliche französische Firma Aérospatiale (war 1969 aus dem Zusammenschluss von Sud-Aviation, Nord Aviation und SEREB Societé d'Etudes et de Réalisation d'Engins Balistiques entstanden) und die Deutsche Airbus GmbH (MBB Messerschmitt-Bölkow-Blohm, Dornier, VFW-Fokker) sowie Hawker-Siddeley Aviation (London) aus Großbritannien als assozierter Partner und ab Dezember 1971 das spanische Staatsunternehmen Construcciones Aeronáuticas (CASA), eine 1923 von José Ortiz Echagüe (1886 – 1980) in Getafe bei Madrid gegründet Flugzeugfirma, die in ihrem Hauptwerk in Tablada/Seville militärische Transport- und Schulflugzeuge baute.

Das Airbus-Montagewerk befand sich am Flughafen Toulouse-Blagnac, wo Sud-Aviation/Aérospatiale auch die Caravelle und die Concorde baute. Die Tragwerke entstanden in den Hawker-Siddeley-Werken Broughton/Hawarden (Wales) und Hatfield (England).

Die französische Luftfahrtindustrie ist eng mit der Stadt Toulouse und dem dortigen Flughafen in Toulouse-Blagnac verbunden. Bereits der Luftfahrtpionier und Erfinder Clément Agnès Ader (1841 – 1925) hatte in dieser südfranzösischen Stadt seine Wirkungsstätte. Die Flugversuche mit seinem selbstgebauten Nurflügel-Eindecker Éole, deren Luftschraube von einer 20 PS starken Dampfmaschinen angetrieben wurde, endeten in den 1890er Jahren jedoch mehrmals mit Abstürzen. Dafür bereicherte er die französische Sprache um das Wort »Avions« (Flugzeug), das er von dem lateinischen Wort »avis« (Vogel) abgeleitet hatte. Pierre-Georges Latécoère (1883 – 1943), ein weiterer Luftfahrtpionier, gründete 1917/1918 in Toulouse die Flugboote-Firma SFA (Service des fabrications de l'aéronautique) und die Luftpost-Fluggesellschaft Aéropostal. Zu den Aéropostale-Piloten gehörte auch eine Zeitlang der Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry (»Der kleine Prinz«, »Wind, Sand und Sterne«). Ab Mitte der 1930er Jahre wurden die meisten französischen Flugzeugfirmen in mehreren Staatskonzernen zusammengefasst. Nach etlichen Umstrukturierungen und Fusionen entstand schließlich 1957 die neue Gesellschaft Sud Aviation, die sich ebenfalls in Staatshand befand. Die bekanntesten Flugzeuge von Sud-Aviation waren das zweistrahlige Kurz- und Mittelstrecken-Verkehrsflugzeug Caravelle (Erstflug 1955) und das Überschallverkehrsflugzeug Concorde (Erstflug 1969), das gemeinsam mit der British Aircraft Corporation (BAC) gebaut wurde. Daneben entstanden bei Sud-Aviation und den Vorgängerfirmen Sud-Ouest und Sud-Est auch verschiedene Hubschraubermodelle, die teilweise noch heute von Airbus Helicopters gebaut werden.

Airbus
Airbus

Das Airbus-Projekt wurde sehr zum Ärger der US-Flugzeugindustrie von den beteiligten Staaten mit enormen finanziellen Mitteln gefördert, lediglich Hawker-Siddeley musste zunächst ohne staatliche Unterstützung auskommen. Der A300 absolvierte seinen Jungfernflug am 28. Oktober 1972. Der Linieneinsatz erfolgte seit Mai 1974. Die erste Fluggesellschaft, die den Airbus einsetzte, war Air France.

1979 beteiligte sich der zwei Jahre zuvor aus dem Zusammenschluss von Hawker-Siddeley Aviation (Airbus, Hawker Harrier, Trident), Hawker-Siddeley Dynamics (Lenkwaffen, Raumfahrtsparte), British Aircraft Corporation (BAC-111/One Eleven, Concorde, Panavia Tornado, SEPECAT Jaguar) und Scottish Aviation (Handley Page, Jetstream) entstandene Staatskonzern British Aerospace (BAe; ab 2000 BAE Systems) mit 20 Prozent an Airbus Industrie. Dadurch konnte nun auch das traditionsreiche Flugzeugwerk in Filton bei Bristol genutzt werden. Das Werk war bereits 1910 von der British and Colonial Aeroplane Company Ltd. (ab 1920 Bristol Aeroplane Company, ab 1960 British Aircraft Corporation) errichtet worden. Filton war neben Toulouse das zweite Montagewerk für die Concorde.

1978 begann das Airbus-Konsortium mit der Entwicklung des Mittelstrecken-Verkehrsflugzeuges Airbus A310, einer kürzeren, leicht modernisierten Variante der A300 mit einer etwas größeren Reichweite (Erstflug 1982). 1984 folgte das Kurzstrecken-Verkehrsflugzeug Airbus A320 (Erstflug 1987), das erste in Serie gebaute Zivilflugzeug mit Fly-by-wire-Steuerung. 1987 begannen parallel die Arbeiten an dem zweistrahligen Mittelstrecken-Großraumverkehrsflugzeug Airbus A330 (Erstflug 1992) und der vierstrahligen Airbus A340 (Erstflug 1991), die für Superlangstrecken konzipiert ist. 1994 absolvierte das Transportflugzeug Airbus A300-700 Beluga seinen Erstflug. In den 1990er Jahren wurden aus der A320 weitere Varianten entwickelt: Airbus A321 (Erstflug 1993), Airbus A319 (Erstflug 1995), Airbus A319 Corporate Jet (Erstflug 1997) und Airbus A318 (Erstflug 2002).

1985 erwarb die Daimler-Benz AG zunächst die Dornier GmbH und den Elektrokonzern AEG-Telefunken und dann 1989 die Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH (MBB). Aus dem Zusammenschluss der Dornier-Bereiche Raumfahrt und Verteidigung in Friedrichshafen, MBB, MTU München (Flugzeugtriebwerke) und TST-Telefunken Systemtechnik entstand 1989 die Deutsche Aerospace AG (DASA; ab 1995 Daimler-Benz Aerospace AG, ab 1998 DaimlerChrysler Aerospace AG). Damit befand sich die gesamte deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie in der Hand eines Unternehmens.

Im Mai 2000 riefen Aerospatiale-Matra (war 1998 aus dem Zusammenschluss von Aérospatiale und dem Rüstungskonzern Matra Hautes Technologies entstanden), BAE Systems (Matra Marconi Space) und DaimlerChrysler Aerospace (Dornier Satellitensystem GmbH) das Jointventure Astrium ins Leben. Zwei Monate später schlossen sich die Aérospatiale Matra S.A. und die DaimlerChrysler Aerospace AG, die kurz zuvor auch die CASA S.A. übernommen hatte, zum europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic, Defence and Space Corporation EADS N.V. zusammen. Hauptanteilseigner waren die damalige DaimlerChrysler AG (30 Prozent), der frühere Aérospatiale-Matra-Eigner Lagardère (15 Prozent), der französische Staat (15 Prozent) und die staatliche spanische Industrieholding SEPI Sociedad Estatal de Participaciones Industriales (5,5 Prozent). Der EADS-Konzern hatte seinen Hauptsitz aus rechtlichen Gründen in Schiphol-Rijk (Niederlande), die eigentlichen Verwaltungen befinden sich jedoch in Toulouse-Blagnac, Paris, Ottobrunn und Madrid. Damit befanden sich nun die Airbus-Verkehrsflugzeuge, die Eurocopter-Hubschrauber (die es in ziviler und militärischer Ausführung gibt) oder die Kampfflugzeuge Tornado und Eurofighter Typhoon unter einem Dach.

2001 wurde Airbus Industrie in eine eigenständige Gesellschaft französischen Rechts umgewandelt: Airbus S.A.S. (Société par Actions Simplifiée). Anteilseigner waren zunächst EADS (80 Prozent) und der British-Aerospace-Nachfolger BAE Systems. 2006 verkaufte BAE Systems seinen 20-prozentigen Airbus-Anteil an EADS – unabhängig davon ist BAE Systems jedoch weiterhin an der Produktion der Airbus-Modelle beteiligt. Im April 2005 absolvierte das zweistöckige Großraumflugzeug Airbus A380 mit bis zu 853 Sitzplätzen seinen Jungfernflug. Im Oktober 2007 ging der erste A380-800 bei Singapore Airlines in den Liniendienst. 2006 begann Airbus mit der Entwicklung des zweistrahligen Großraumflugzeug-Langstreckenflugzeugs Airbus A350 (Erstflug Juni 2013, Serienproduktion ab 2014). Auf Basis der A330-200 entstand zur selben Zeit das Tankflugzeug Airbus A330-200 FSTA (Future Strategic Tanker Aircraft; Erstflug 2007). Die Produktion der A300/310 wurde im Juli 2007 nach 878 Maschinen beendet.

2011 stellte Airbus die Produktion der vierstrahligen A340 nach 377 Exemplaren ein. Im August 2013 lieferte die 2009 gegründete Tochtergesellschaft Airbus Military (Cadiz, Getafe-Madrid, San Pablo-Sevilla, Tablada/Seville) das erste Exemplar des Turboprop-Transportflugzeugs Airbus A400M »Atlas« (Erstflug 2009) an die französische Luftwaffe aus; die Bundeswehr bekam ihre erste A400M im Dezember 2014. Die A400M löst das hoffnungslos veraltete Transportflugzeug Transall, das in den 1950er Jahren von mehreren Airbus-Vorgängerfirmen entwickelt worden war, ab. Anfang 2016 wurden die ersten Exemplare der mit neuen, sparsameren Triebwerken ausgestatteten A320-Familie (A320neo) ausgeliefert.

2012/2013 verkauften Daimler und Lagardère ihre letzten EADS-Anteile. Anfang 2014 benannte sich der EADS-Konzern nach seiner bekanntesten Marke in Airbus Group N.V. (Leiden/Niederlande) um. Die Gruppe besteht nun aus den Bereichen Airbus S.A.S. Toulouse (zivile Verkehrsflugzeuge), Airbus Defence and Space München (A400M, A330 MRTT, Eurofighter, Ariane Trägerraketen, Satelliten, Antriebssysteme und Raumfahrtausrüstung, Unbemannte Flugsysteme, Verteidigungssysteme, Geoinformationssysteme, Avionik, Radare, Orbitalsysteme) und Airbus Helicopters S.A. Marignane (Ex-Eurocopter; zivile und militärische Hubschrauber). Die Airbus Group ist außerdem an ATR Avions de Transport Régional (Regionalverkehrsflugzeuge), Dassault Aviation (Rafale- und Mirage-Kampfflugzeuge), dem Hubschrauberhersteller NH Industries (62,5 Prozent) und C Series Aircraft Limited Partnership (CSALP) beteiligt. Die Tochtergesellschaft Socata (Societe de Construction d´Avions de Tourisme et d´Affaires; Geschäftsflugzeuge) wurde 2008 mehrheitlich (70 Prozent) an die französische DAHER Group verkauft.

Die von Bombardier Aerospace entwickelten zweistrahligen Mittelstreckenflugzeuge CS100 (Erstflug 2013) und CS300 (Erstflug 2015) werden seit Juli 2018 als Airbus A220-100 (CS100) und Airbus A220-300 (CS300) vermarktet. Zuvor hatte sich Airbus mit 50,01 Prozent an der C Series Aircraft Limited Partnership (Bombardier Aeropsace, Investissement Québec) beteiligt.

Der größte Teil der Airbus-Group-Aktien befindet sich im Streubesitz (73,60 Prozent; Stand 2016). Der Rest gehört den Staatsunternehmen Sogepa (Frankreich), GZBV Gesellschaft zur Beteiligungsverwaltung (Deutschland) und SEPI (Spanien).

Die wichtigsten Standorte der Airbus Group befinden sich in Frankreich (Bourges, Châtillon, La Courneuve, Le Bourget, Le Plessis-Robinson, Marignane, Méaulte, Nantes, Paris, Saint Nazaire, Sèvres, Suresnes, Toulouse-Blagnac), Deutschland (Bremen, Buxtehude, Donauwörth, Dresden, Friedrichshafen/Immenstaad am Bodensee, Hamburg-Finkenwerder, Kassel, Manching, Ottobrunn, Stade, Unterschleißheim, Varel), Großbritannien (Broughton/Wales, Farnborough, Filton/Bristol), Spanien (Barcelona, Barajas, Getafe, Illescas, Madrid, Puntales, Puerto Real, San Pablo, Tablada), China (Tianjin) und den USA (Columbus/Mississippi, Mobile/Alabama).

Text: Toralf Czartowski | Foto(s): Pixabay

Airbus Logo
Airbus Logo
Airbus Group Logo
Airbus Helicopters Logo
Airbus Defence and Space Logo
Astrium Logo
EADS Logo
Aérospatiale Logo
Aérospatiale-Matra Logo
Bölkow Logo
British Aerospace Logo
CASA Logo
DASA Deutsche Aerospace Logo
DaimlerChrysler Aerospace Logo
Dornier Logo
Eurocopter Logo
Eurofighter Typhoon Logo
Focke-Wulf Logo
Hawker-Siddeley Logo
Heinkel Logo
HFB Hamburger Flugzeugbau Logo
MBB Logo
Messerschmitt Logo
SIAT Siebelwerke Logo
Sud Aviation Logo
Sud Aviation Logo
VFW Logo
Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:49